Platzverweis dem Dreck

Samstag, 30. März 2019

In diesem Jahr haben sich die Tierpaten des Wildgeheges Grutholz auch wieder an der Aktion „Platzverweis dem Dreck“ beteiligt. Ausgerüstet mit Greifzangen und Handschuhen säuberten sie die Waldwege rund um das Wildgehege und den Spielplatz sowie den Parkplatz am Kindergarten in Deininghausen. Dabei kam jede Menge Unrat zusammen: Autoreifen, ein Computerbildschirm, Staubsauger- und Kühlschrankteile, Damenschuhe, viele Glasflaschen, Hundespielzeug, Windeln, Fliesen, ein Rucksack und jede Menge Feuchttücher und Beutel mit Hundekot. „Da sind Hundebesitzer erst so vernünftig und packen die Hinterlassenschaft ihres Tieres in eine Plastiktüte, um sie dann anschließend zugeknotet in die Landschaft zu werfen“, meinte eine Tierpatin verständnislos.

Ein selbst gebastelter Hirsch aus Kaninchendraht, dessen Körper vollständig mit Plastikmüll gefüllt wurde, soll deutlich machen, welche Gefahr Plastik für die Tiere und gerade auch für Wiederkäuer wie Dam- und Sikawild bedeutet. Auf Müll sind die Tiere nicht vorbereitet. Die Magenbewegungen schieben den Abfall hin und her, eine Plastiktüte verklumpt, oft mit verheerenden Folgen, die Tiere verenden qualvoll.

Die Tierpaten wissen längst, dass man ein Papier, nachdem man ein Bonbon oder ein Stück Schokolade ausgewickelt hat, nicht einfach auf den Boden wirft, sondern in die Tasche steckt. Sie haben es noch zu Hause beigebracht bekommen. Kein Mensch braucht Feuchttücher! Ein feuchter Waschlappen in einer Butterbrotdose erfüllt bei jedem Ausflug zum Wildgehege und auf den Spielplatz denselben Zweck.

Für die Tiere des Wildgeheges ist noch Winterzeit. Sie wollten kaum Futter von den Tierpaten.

Da ließ man sich besser selbst das Essen schmecken.

Hier hieß es: "Wer hat Lust, bei unserem Aktionstag am Wildgehege am 18. Mai 2019 einen Spielstand zu betreuen?" Natürlich müssen erst noch die Eltern gefragt werden, ob an diesem Tag die Mithilfe des Tierpaten möglich ist.

Gut gestärkt ging es wieder an die Arbeit:

Kaum hatten die Kinder die Bänke abgewaschen, machte eine Joggerin ihre Dehnübungen an der Bank mit dem schmutzigen Turnschuh auf der Sitzfläche. "Oh, da hätte sie gar nicht dran gedacht, dass sie die Sitzfläche beschmutzen würde," entschuldigte sie sich und nahm sofort ein Papiertaschentuch und wischte den Schuhabdruck ab.

Auf dem selbstgebauten Waldsofa schmeckt der Kuchen besonders gut.

Mit einem Bewegungsspiel wurde bei wunderschönem Wetter das arbeitsreiche Patentreffen beendet.

Aktualisiert ( Sonntag, den 31. März 2019 um 16:16 Uhr )

 

Eberhard stürzt Birke

Montag, 11. März 2019

Am Sonntag tobte der Sturm "Eberhard"  über NRW, der am Nachmittag seinen Höhepunkt erreichte.
Im Wildgehege stürzte eine Birke um und beschädigte drei Zaunelemente so stark, dass sie ausgetauscht
werden müssen.

 

Lediiglich die Pfauen freuten sich über neue Sitzgelegenheiten.

Aktualisiert ( Sonntag, den 31. März 2019 um 14:18 Uhr )

 

Treffen der Tierpaten

19. Januar 2019

Es war sonnig und kalt als die Tierpaten sich im Wildgehege trafen. Die Tränke für
die Tiere des Wildgeheges war zugefroren, so dass die Paten zunächst das Wasser
auf der Wanne zerschlugen, so dass die Tiere wieder Wasser trinken konnten.

Das Damwild stand still und starr im hinteren Teil der Wildgeheges. Noch extremer als
das Sikawild nutzt das Damwild dies im Winter als Überlegensstrategie in der freien Natur
und verhält sich auch so im Wildgehege. Es senkt seine Köpertemperatur und
den Herzschlag, bewegt sich möglichst wenig und verbraucht so kaum Kalorien. Der
Tisch in der freien Natur ist im Winter für die Waldtiere nicht so üppig gedeckt.
Das Sikawild kam zwar zu den Kindern, doch mehr aus Neugierde, aus der Hand fressen
wollte es kaum.

Unsere Waldlehrerin Andrea Hirsch erzählte vom Verhalten der Eichhörnchen im
Winter. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf sondern Winterruhe und legen
im Herbst Vorräte für die kalte Jahreszeit an, indem sie Nüsse und Samen im
Boden verstecken. Die Tiere graben vor allem Nüsse in die Erde ein
und finden sie dank ihrer guten Nase später oft wieder.

Die Tierpaten waren dann die Eichhörnchen und versteckten fünf Erdnüsse im
Wildgehege. Wer fand seine Nüsse anschließend wieder? Waren sie noch an
ihrem Ort oder hatte ein anderes "Eichhörnchen" sie bereits gefunden?

Wie in der Natur fanden nicht alle "Eichhörnchen" ihre Wintervorräte wieder.

Im Wildgehege gab es überall etwas zu entdecken. Die Kinder konnten wieder
im gesamten Wildgehege umherlaufen, da jeder Baum im Dezember 2018
begutachtet und die Gefahren beseitigt worden waren.

Leni hatte eine Taubenfeder gefunden. Gegen die Sonne gehalten wurde aus der
grauen Feder eine Feder in Regenbogenfarben.

Überall im Wildgehege lagen unter den Eichenbäumen bereits gekeimte Eicheln.
Durch das Verstecken der Nahrung leisten auch Eichhörnchen einen
wichtigen Beitrag zur Verbreitung verschiedener Baumarten, da sie ja nicht alle
Nüsse wiederfinden.

Pfeifen mit dem Hut der Eichel ist ein Trick, den Andrea Hirsch vorführte.
Es erforderte jedoch etwas Übung, um den lauten Ton erzeugen zu können.

Aus den Hütchen der Eicheln hatte der Frost kleine Kunstwerke gezaubert.

Es war spannend: Welche Formen waren auf der Rückseite der Eisscheibe?
Tische, Stühle, Bänke, ein Labyrinth ... Da waren der Fantasie keine Grenzen
gesetzt.

Einige gefundene Schätze wurden mitgenommen.

Spannend, was die Wärme des Feuers mit den Eisscheiben gemacht hatte.

Futter für die Vögel im Winter: Geschmolzenes Pflanzenfett vermischt
mit Vogelfutter wurde in Kiefernzapfen gedrückt. An Bäumen und Sträuchern
aufgehängt ein leckeres Winterfutter für die Vögel.

Ein warmes Getränk tut bei der Kälte allen gut.

Aktualisiert ( Montag, den 21. Januar 2019 um 19:32 Uhr )

 

Schüler sammelten für weißen Pfau

15. Januar 2019

 

Dass Füchse nicht nur Gänse stehlen, das hat sich längst rumgesprochen. Innerhalb von 15 Jahren
hat sich Reineke im letzten Frühjahr zum zweiten Mal einen Pfau geholt.
Vor einigen Jahren erwischte er im Mai einen alten blauen Pfauenhahn.  Zurück blieben nur die
abgebissenen Schwanzfedern.
Die weiße Pfauenhenne, die Ende 2017 als Partnerin für den weißen Pfau Theo ins Wildgehege
eingezogen war, wurde leider nicht alt. Nach ihrer Eingewöhnungszeit in der Voliere
im  Wildgehege genoss sie nur sechs Wochen ihre Freiheit. Dann kam der Fuchs …

Im Mai ziehen Füchse ihre Jungen auf und um alle hungrigen Mäuler
zu stopfen, waren wahrscheinlich ein paar Mäuse zu wenig.

Sobald die Pfauen gut fliegen können und gesund sind, ist es im Wildgehege eher ungewöhnlich,
dass Fuchs oder Marder sie erwischen. Für die Pfauenküken gibt es inzwischen immer mehr Fressfeinde.
Habicht, Bussard, Krähen, Fuchs und Marder machen die Aufzucht von jungen Pfauen immer schwerer.
Als Bodenbrüter lauert für die Pfauenhenne schon während der Brutzeit überall Gefahr. Im Wildgehege
ist die Sicht nach allen Seiten frei, wenn die Henne auf dem Waldboden brütet. Jahrelang brüteten
die Pfauenhennen deshalb außerhalb des Geheges im Dickicht der Sträucher. Sie kamen nur zum
Fressen ins Gehege und brachten später die Küken mit, sobald sie geschlüpft waren.



In den letzten Jahren ist dies leider nicht mehr möglich. Es gibt immer mehr Hundehalter, die ihre
Hunde frei herumlaufen lassen, obwohl sie nicht auf ihr Herrchen hören. Dies führte bereits mehrfach
dazu, dass Pfauenhennen an Flügeln und Beinen schwer verletzt zum Wildgehege gehumpelt kamen.
Es dauerte Wochen, bis die Tiere wieder richtig fliegen konnten. Wie es anderen Bodenbrütern
wie Kiebitzen, Fasanen oder Rebhühnern ergeht, kann man nur ahnen.

So suchten sich die Pfauen in den letzten Jahren im Wildgehege Plätze zum Brüten. Sie wählten
einen hohlen Baumstumpf oder auch den Ablaufkasten für die Dachentwässerung des Futterhauses.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 b der Fridtjof-Nansen-Realschule, die wiederholt ihre
Projektwoche ins Wildgehege verlegt hatten, sammelten Geld für eine neue weiße Pfauenhenne.

Drei Jugendliche holten dann auch selbst die weiße Pfauenhenne beim Züchter
Alfred Dodot in Herten ab.

Alfred Dodot zeigte seine wunderschöne Teichanlage mit einer großen Vielfalt an Wasservögeln.
Höckerschwäne waren allgemein bekannt, doch keiner hatte je etwas von Trompeten- oder
Singschwänen gehört. Die Jugendlichen hörten interessiert zu, was der Fachmann erzählte.

Hocherfreut nahm man dann auch die weiße Pfauenhenne in Empfang.

Im Wildgehege hatten Vereinsmitglieder bereits eine mardersichere Voliere gebaut,
fester Maschendraht mit geringer Maschengröße auch unter dem Boden.

Wir hoffen, dass sich die weiße Pfauenhenne gut eingewöhnt. Der Förderverein
dankt den Jugendlichen der Fridtjof-Nansen-Realschule ganz herzlich für ihr Engagement und ist
gespannt, welchen Namen sie der Henne geben werden.



Der Pfauenhahn Theo kam auch sofort zur Begrüßung.

Aktualisiert ( Dienstag, den 15. Januar 2019 um 18:20 Uhr )

 

Baumpflege im Wildgehege

10. bis 17.  Dezember 2018

Baumpflege im Wildgehege war nach den Stürmen der vergangenen Jahre und der Trockenheit des letzten Sommers dringend nötig.

Nur ein paar Fotos vom Zustand vieler Bäume im Wildgehege.

Durch Trockenheit und Pilzbefall waren ganze Kronenteile von Buchen abgestorben, so dass hier häufig dicke Äste abbrachen. Wir hoffen, dass die Bäume nun noch ausreichend Lebenskraft haben und unser Gehege ein Wildgehege bleibt, in dem Mensch und Tier einen schattigen Platz unter einem Baum finden können.

Aktualisiert ( Dienstag, den 15. Januar 2019 um 16:15 Uhr )

 
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